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Triathlon seit 2014, Erste Langdistanz 2015 und 2 x 4. Platz AK 30 beim IRONMAN Vichy. Langdistanzbestzeit 10:40h

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Florian Apler

Florian Apler

Ich bin Ernährungscoach und lizensierter Personal Fitness Trainer aus Salzburg. Außerdem bin ich ein Teil des TriBee-Trainerteams.

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Torsten nimmt seit 2008 regelmäßig an den Triathlon-Europameisterschaften teil. Hier im Blog berichtet er von seinen Wettkämpfen.

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Das erste Mal……DNF beim IRONMAN Frankfurt

Veröffentlicht am: 11.07.2013  -  Autor: Torsten Neufeld

Das erste Mal ist ja bekanntlich immer etwas ganz besonderes, in diesem Fall könnte ich jedoch darauf verzichten. Am 07.07.2013 sollte bei der Europameisterschaft in Frankfurt über die Langdistanz, auch IRONMAN Strecke genannt, mein längster Tag des Jahres stattfinden. Das ich nur bis Mittag bezahlt hatte, war mir nicht bewusst.

“Race week!” – Der IRONMAN Frankfurt kann starten

Für viele Triathleten ist es das Ziel oder sogar ein Traum: einen IRONMAN finishen. Einmal die Langdistanz über 3,8km schwimmen, 180,2km Radfahren und 42,250km laufen bezwingen. In Frankfurt wollte ich dieses Jahr noch einmal zum Angriff blasen und meine Zeit aus dem vergangen Jahr deutlich unterbieten. Angestrebt war eine 09:30h, dazu hätte ich nahezu in jeder Disziplin Bestzeit innerhalb eines IRONMAN abrufen müssen. Das ich die Form und das Vermögen habe, merkte ich nach Erding, der „Strom“ in den Beinen war zu spüren und ich war sowas von heiß auf das Rennen. Da störte es mich nicht einmal das es am Renntag, für mich nicht optimale Bedingungen, 30 Grad haben sollte.

Schwimmstart in der Profistartgruppe beim IRONMAN Frankfurt

Nachdem ich in der Wechselzone angekommen bin und mein Rad vorbereitet habe, konnte ich wirklich die Atmosphäre vor dem Start genießen. Nach dem Einschwimmen ging es nach einer kurzen Wartezeit auch schon los. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ich nach 3,8km aus dem Wasser stieg und mich gefragt habe, ob ich allein geschwommen bin, ging es dieses Jahr gleich richtig zur Sache. Es wurde kreuz und quer geschwommen, ein Fusstritt hier ein Armschlag da. Auch nach der ersten Boje wurde das Ganze nicht besser, ich verlor meine Brille und musste sie in der großen Waschmaschine erst wiederfinden. Ich fand absolut keinen Rhythmus, Oberschenkelkrämpfe kündigten sich immer wieder an. So früh im Rennen musste ich mich noch nie motivieren, weiter zu machen. Nach 59:00 min stieg ich aus dem Wasser. 4:30min langsamer als im letzten Jahr und ganze 5:30min langsamer als geplant. Alles noch im Rahmen, sagte ich mir immer wieder beim Wechsel, der mit 4:30min auch deutlich langsamer war als im vergangen Jahr.

Rhythmus finden für die 180 Radkilometer beim IRONMAN Frankfurt

Der Plan deutlich unter 1h auf der Radstrecke zu sein, wurde dementsprechend verfehlt, aber zum Glück ist es ja der längste Tag des Jahres, da passiert immer viel. Bei KM 4 holt mich Marco, ein Teamkollege, ein. Er hat ein Wattmessgerät und auch den Plan knapp unter 5h Rad zu fahren. Ich beschließe mich direkt an ihn zu heften und auf keinen Fall zu überholen. Wir haben einen guten Rhythmus unterhalten uns an den Anstiegen, muntern uns auf, bestätigen uns gegenseitig im richtigen Tempo unterwegs zu sein. Viel Wind macht die erste Runde zwar nicht sonderlich schnell, aber besser als Regen dachte ich mir.

Nach der ersten Runde haben wir einen Schnitt von 35km/h auf dem Tacho. Perfekt. Ich fühle mich richtig gut, singe und pfeife mir ein Lied vor, welches ich bei km 20 im ersten Anstieg gehört habe. Wir beginnen die ganzen Athleten einzuholen welche auf den ersten KM an uns vorbeigehämmert sind, als wären nur 40km zurückzulegen. Das Tempo von Marco ist fantastisch. 

Die 2. Runde beim IRONMAN Frankfurt

Bei KM 125 sage ich zu Marco, das ich mich richtig gut fühle und ab Friedberg wohl nochmal Gas gebe um für den Marathon ein wenig Zeit rauszuholen. Ich esse und trinke etwas mehr um den Energiehaushalt nach oben zu schrauben. Ca. bei km 140 biegen wir auf eine Bundesstraße ab. 

Genau in der Kurve bei ca. 45km/h platzt mir auf dem Auflieger liegend der Vorderreifen. Ich registriere das nur kurz, ehe ich mich versah, hob ich rechts über den Lenker ab. Der Asphalt kam schnell näher und ich schlug mit dem Gesicht auf. Ich kann nur noch bruchstückhaft erzählen, was dann passiert ist. Ich knie auf der Strecke blicke nach rechts und sehe mein Rad sehr weit weg von mir liegen. Schaue mich an und merke dass ich nur ein paar Schürfwunden habe. Glück gehabt, denke ich mir, geht gleich weiter. Eine Zuschauerin eilt zu mir, nimmt mich am Arm, ich sehe das ganze Blut auf der Straße, fasse mir ins Gesicht und entscheide auf eine kurze Pause und dann weiter zu fahren. Nachdem ich an der Verkehrsinsel neben meinem Rad etwas zur Ruhe komme merke ich das mir wohl ein paar Zähne fehlen, ich blute in der Zeit ununterbrochen, der Taschentuchvorrat der guten Frau war schnell am Ende. 

Schnelles Ende beim IRONMAN Frankfurt – DNF, das erste Mal

Der Krankenwagen, welcher nur 500m weiter geparkt hat, kommt an. Ein Materialfahrzeug des Veranstalters nimmt mein Rad, legt es in den Kofferraum und verabschiedet sich mit den Worten: Startnummer 142, Rennen beendet, Rad bekommst du beim Check out, viel Spaß in der Notaufnahme. Ich denke laut: Wie soll ich jetzt ohne Rad die Wechselzone erreichen? Die Notärztin entgegnet darauf: Du fährst in keine Wechselzone, und steckt mir schon die Infusionsnadel an und ich bekomme auf dem Weg zur Notaufnahme ca. 2 Liter Blut und später literweiße Infusion und immer wieder Morphin.

Bestzeit beim IRONMAN Frankfurt

So hätte es an diesem Tag durchaus heißen können. Am Ende hatte ich mit 9h zwar im Grunde eine richtig gute Zeit, leider war diese nur im liegen in der Notaufnahme der Uni Klinik Frankfurt erreicht. Auch hatte ich kein „Runners High“, sondern wurde immer wieder in die Welt der „Opiate“ geschickt. Nachdem alle Wunden versorgt wurden, konnte ich am Abend auf eigenen Wunsch entlassen werden. Der Drang zu wissen wie es „Mila“ ging war größer und da mir nicht schlecht wurde und ich begann das Personal mit bösen Scherzen bei Laune zu halten, zudem unser Hotel auch noch direkt auf der anderen Main Seite war, konnte ich mit Begleitung zum Hotel. Dort warteten dann auch schon Tina und Bruno.

Am Ende bin ich froh das mir persönlich so wenig passiert ist. Ich hatte wirklich viel Glück. Jetzt heißt es erholen und wieder auf die Beine kommen.

Torsten Neufeld